oder peziso allein nach haus
draussen, vor dem bierzeltgebäude angekommen, sieht man, wie fatal sich der wechsel von: durch menschenmassen und alkohol erzeugte wärme und kühle der nacht auswirken können.
der (nach eigenen aussagen) leicht angeheiterte gigolo von vorhin, schattiert sein antlitz von schweinchenrosa in mehreren abstufungen zu einem ungesunden grün. seine kumpane fallen (fast)gottesfürchtig auf die knie oder rutschen , wie in einem schlechten cartoon, langsam die wand runter, um dann mit wackelndem kopf und gespreitzenen beinen (3 punktstabilisierung ist halt alles) dort lehnen zu bleiben.
die , nicht minder betrunkenen,begleitenden damen versuchen sich auf ihren 12 cm stöckeln zu halten, was nicht immer 100%ig gelingt. schlingernd wie ein hochseedampfer in schwerer see wanken sie noch einige schritte rum, um dann doch der schwerkraft zur ehre zu gereichen und gen mutter erde zu sinken.
da sich aber auf der vielgerühmten wiesn, eben diese nicht befindet, sondern blanker beton, schauen einige dieser "landungen" dann schon etwas schmerzhaft aus.
hier kommt dann wieder der männliche beschützerinstinkt hoch (leider bei einigen auch anderes) und man schleppt sich zur gestürzten maid hin, hier ist wiederum die postnatale krabbelmethode bevorzugt, da diese zwar kein sonderliches tempo, aber sicherheit im ankommen verspricht.
ist das ziel erst einmal erreicht, wird sich mühsam, wie 2 zusammengestossene schianfänger auf der piste, aneinander aufgerichtet und gegenseitig stützend von dannen gestrauchelt.
ok, der "verlust" einiger saufkumpanen, fällt nimmer auf, weiss man doch, dass zu betrunkene ja liebevoll von der anwesenden polizei eingesammelt und in schnuckelige ausnüchterungszellen getan werden, da kann dann nix passieren.passt scho.
auch ich habe mittlerweile im wahnsinnsgedränge, welches eine exakte sperrstunde aller bierzelte gleichzeitig logischerweise auslöst, meinen kollegen aus den augen verloren. und da, um etwaigen missbrauch zu vermeiden auch die rundumbeleuchtungen etwas gedimmt waren, ihn auch nicht wieder erspähen können. also war die nächste zu überwindende hürde : wo find ich ein taxi um zum hotel zu kommen.
noch wenige wochen vorher hat mir einer dieser lohndroschkenkutscher (bei einer dienstlichen fahrt) berichtet, dass es viel zu viele mitglieder seiner zunft in münchen gäbe, doch des oktoberfestens nächtens, ist rund um die wiesn davon nix zu sehen.
dafür kann man lernen, wie angehörige anderer nationen taxis ordern (bzw wollen).
da schreit der ami nach seinem cab, der franzose wachelt wie wild mit dem arm und der australier stellt sich einfach auf die fahrbahn.
aber die taxis , die einen passieren sind schon mit fahrgästen ausgelastet und kurven nun, unter völliger vernachlässigung des vertrauensgrundsatzes um die wartenden rum.
läuft doch mal ein leerer wagen ein, wird er von mitnahmewilligen förmlich belagert und kann sich also in ruhe die angebote anhören, die selbstverständlich nicht mehr viel mit dem tariffuhrlohn zu tun haben. ich habe hier ein ziemlich schlechtes blatt, da mein hotel schon etwas ausserhalb liegt und daher dem taxler verdienstentgang droht, wenn er sich so weit raus begibt.
also was sollst ich will den wahnsinn verlassen und endlich ins bett, daher hilft nur mehr die ansage, den fuhrlohn etwas (etwas ordentlich) aufzubessern, wenn man nur starten könnte.
scheinbar hatte ich die finanztechnisch magische grenze erreicht, da der taxler nur gut sagte und mir den verschlag öffnete. matt in den sitz gesunken, bekomme ich auf einmal zuckersüsse blicke durch die scheibe zugeworfen, ob man nicht mit könnte, aber ich will nicht ins massenfuhrunternehmen einsteigen und auch die (leider von anderen veranstaltungen bekannte) stereiterei um den späteren anteil am fahrpreis ist mir zutiefst zuwider. (noch dazu wo ich in münchens osten wollte und die anderen teils westlich und südlich).
kaum die fahrt aufgenommen, spult der bestochene (oder war das erpresserische) fahrer sein programm runter, vom guten tip für bier, locker weib und weiterem gesang, bis zum kalauer, wie seinem kollegen , nun ja sagen wir mal, das essen der wiesen sehr eigen ins auto gebracht wurde und die finanziellen verluste ob der darauf folgenden optischen und geruchstechnischen verunstaltungen bis hin zum familyleid ob des wiesendauerstresses war da alles vorhanden.
da ich aber keinerlei wünsche, sowie anstalten machte von dem dargebotenen zu konsumieren, (man glaubt es kaum, warum bloss) war er bisher der einzige taxler , der den direktesten weg zum hotel gewählt hatte, alle anderen , hatten , da sie den touristen in mir vermuteten, sich fahrwegwegtechnisch etwas kreativer gezeigt.
im hotel angekommen, noch schnell ein kleines chili con carne zu mir genommen, traf auch mein kollege (nach ca 40 min) ein, der allerdings, da die (ein deutscher hat halt da nationalstolz) von ihm konsumierte biermenge etwas heftiger war , als die meine, schon mit bedenklich krängung, waren ja die natürlichen stabilisatoren durch den bierdunst etwas ausser funktion gesetzt. aber letztendlich schaffte er es auch auf sein hotelzimmer.
sanft bin ich dann entschlummert.
Fazit: bei mir eig ausser leichten kopfschmerzen keine.
beim kollegen wars etwas heftiger, da er den dienstantritt um ca 2,5 std verschlief und das hotelzimmerbad in extrem derangierten zustand hinterliess.
weiters das ein wiesenbesuch nicht unbedingt zu den 10 musts in einem menschenleben gehört,weiters das man das oktoberfest feeling viel billiger(und ohne reisestress) haben kann: man hole sich 10-12 wahllos zusammengesammelte typen beiderlei geschlechts von der strasse , flösse ihnen unter dröhnender musik viel alkohol ein und beobachte das folgende treiben.
proscht
draussen, vor dem bier
der (nach eigenen aussagen) leicht angeheiterte gigolo von vorhin, schattiert sein antlitz von schweinchenrosa in mehreren abstufungen zu einem ungesunden grün. seine kumpane fallen (fast)gottesfürchtig auf die knie oder rutschen , wie in einem schlechten cartoon, langsam die wand runter, um dann mit wackelndem kopf und gespreitzenen beinen (3 punktstabilisierung ist halt alles) dort lehnen zu bleiben.
die , nicht minder betrunkenen,begleitenden damen versuchen sich auf ihren 12 cm stöckeln zu halten, was nicht immer 100%ig gelingt. schlingernd wie ein hochseedampfer in schwerer see wanken sie noch einige schritte rum, um dann doch der schwerkraft zur ehre zu gereichen und gen mutter erde zu sinken.
da sich aber auf der vielgerühmten wiesn, eben diese nicht befindet, sondern blanker beton, schauen einige dieser "landungen" dann schon etwas schmerzhaft aus.
hier kommt dann wieder der männliche beschützerinstinkt hoch (leider bei einigen auch anderes) und man schleppt sich zur gestürzten maid hin, hier ist wiederum die postnatale krabbelmethode bevorzugt, da diese zwar kein sonderliches tempo, aber sicherheit im ankommen verspricht.
ist das ziel erst einmal erreicht, wird sich mühsam, wie 2 zusammengestossene schianfänger auf der piste, aneinander aufgerichtet und gegenseitig stützend von dannen gestrauchelt.
ok, der "verlust" einiger saufkumpanen, fällt nimmer auf, weiss man doch, dass zu betrunkene ja liebevoll von der anwesenden polizei eingesammelt und in schnuckelige ausnüchterungszellen getan werden, da kann dann nix passieren.passt scho.
auch ich habe mittlerweile im wahnsinnsgedränge, welches eine exakte sperrstunde aller bierzelte gleichzeitig logischerweise auslöst, meinen kollegen aus den augen verloren. und da, um etwaigen missbrauch zu vermeiden auch die rundumbeleuchtungen etwas gedimmt waren, ihn auch nicht wieder erspähen können. also war die nächste zu überwindende hürde : wo find ich ein taxi um zum hotel zu kommen.
noch wenige wochen vorher hat mir einer dieser lohndroschkenkutscher (bei einer dienstlichen fahrt) berichtet, dass es viel zu viele mitglieder seiner zunft in münchen gäbe, doch des oktoberfestens nächtens, ist rund um die wiesn davon nix zu sehen.
dafür kann man lernen, wie angehörige anderer nationen taxis ordern (bzw wollen).
da schreit der ami nach seinem cab, der franzose wachelt wie wild mit dem arm und der australier stellt sich einfach auf die fahrbahn.
aber die taxis , die einen passieren sind schon mit fahrgästen ausgelastet und kurven nun, unter völliger vernachlässigung des vertrauensgrundsatzes um die wartenden rum.
läuft doch mal ein leerer wagen ein, wird er von mitnahmewilligen förmlich belagert und kann sich also in ruhe die angebote anhören, die selbstverständlich nicht mehr viel mit dem tariffuhrlohn zu tun haben. ich habe hier ein ziemlich schlechtes blatt, da mein hotel schon etwas ausserhalb liegt und daher dem taxler verdienstentgang droht, wenn er sich so weit raus begibt.
also was sollst ich will den wahnsinn verlassen und endlich ins bett, daher hilft nur mehr die ansage, den fuhrlohn etwas (etwas ordentlich) aufzubessern, wenn man nur starten könnte.
scheinbar hatte ich die finanztechnisch magische grenze erreicht, da der taxler nur gut sagte und mir den verschlag öffnete. matt in den sitz gesunken, bekomme ich auf einmal zuckersüsse blicke durch die scheibe zugeworfen, ob man nicht mit könnte, aber ich will nicht ins massenfuhrunternehmen einsteigen und auch die (leider von anderen veranstaltungen bekannte) stereiterei um den späteren anteil am fahrpreis ist mir zutiefst zuwider. (noch dazu wo ich in münchens osten wollte und die anderen teils westlich und südlich).
kaum die fahrt aufgenommen, spult der bestochene (oder war das erpresserische) fahrer sein programm runter, vom guten tip für bier, locker weib und weiterem gesang, bis zum kalauer, wie seinem kollegen , nun ja sagen wir mal, das essen der wiesen sehr eigen ins auto gebracht wurde und die finanziellen verluste ob der darauf folgenden optischen und geruchstechnischen verunstaltungen bis hin zum familyleid ob des wiesendauerstresses war da alles vorhanden.
da ich aber keinerlei wünsche, sowie anstalten machte von dem dargebotenen zu konsumieren, (man glaubt es kaum, warum bloss) war er bisher der einzige taxler , der den direktesten weg zum hotel gewählt hatte, alle anderen , hatten , da sie den touristen in mir vermuteten, sich fahrwegwegtechnisch etwas kreativer gezeigt.
im hotel angekommen, noch schnell ein kleines chili con carne zu mir genommen, traf auch mein kollege (nach ca 40 min) ein, der allerdings, da die (ein deutscher hat halt da nationalstolz) von ihm konsumierte biermenge etwas heftiger war , als die meine, schon mit bedenklich krängung, waren ja die natürlichen stabilisatoren durch den bierdunst etwas ausser funktion gesetzt. aber letztendlich schaffte er es auch auf sein hotelzimmer.
sanft bin ich dann entschlummert.
Fazit: bei mir eig ausser leichten kopfschmerzen keine.
beim kollegen wars etwas heftiger, da er den dienstantritt um ca 2,5 std verschlief und das hotelzimmerbad in extrem derangierten zustand hinterliess.
weiters das ein wiesenbesuch nicht unbedingt zu den 10 musts in einem menschenleben gehört,weiters das man das oktoberfest feeling viel billiger(und ohne reisestress) haben kann: man hole sich 10-12 wahllos zusammengesammelte typen beiderlei geschlechts von der strasse , flösse ihnen unter dröhnender musik viel alkohol ein und beobachte das folgende treiben.
proscht
peziso - am Freitag, 23. September 2005, 16:38
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oder : mittendrin statt nur dabei...
also nun wars soweit, ich habe mich höchstpersöhnlich auf das fest der feste begeben. mit einem kollegen im schlepptau und dem vorsatz, na ein bierli schwapp mer und dann heim ins hotel.
gut, die anreise gestaltete sich schon witzig, da es ja nicht nur uns, sondern ein bis zwei andere auch in dieselbe richtung zog.
daher war das U-Bahn ölsardinen feeling ein feines, konnte man wenigstens, trotz der henkerischen fahrweise der U-Bahnfahrer (diese werden nur noch von den busfahrern übertroffen, die scheinbar alle glauben für die neuersten stuntshows trainieren zu müssen) nicht umfallen. na gut atmen auch net aber was solls !
(später musste ich dann feststellen, dass die ganze aktion eine eingewöhnungsphase auf die enge an den wiesentischen war!! gut mitgedacht oh ihr mingener!!)
je näher man sich an die wiesen annäherte, desto grösser wurde das polizeiaufgebot in der station, die haltestelle theresienwiese war folglich, rein von der präsenz der exekutive wohl der sicherste platz europas. (auch habe ich selten unfreundlicher blickende eine gesehen, soll wohl zusätzlich abschrecken)
praktisch, dass, wenn man aus der station quillt, eigentlich mitten am festgelände steht und einem schon die ersten kandierten früchte, fischsemmeln und scherzhütchen unter die nase gehalten werden. die man aber, als wiesnbesucher von welt, mal samt und sonders abschmettert, da man ja nur eines will: biiiiiier
und da waren sie wieder , meine 3 probleme: 1.) find mal einen platz für 1 2.) verd wir sind ja zu zweit 3.) die machen bald die tore der bierzelte zu !!
also steuert man geradewegs eines dieser "bierzelte" an. wobei ja der begriff des zeltes erinnerungen an campingplätze, ameisen im schlafsack, gemeinschaftsduschen, harringe einschlagen, vertäuen und dauerregen in mir wachruft. diese erinnerungen schwinden jäh, wenn man ein wiesnzelt betritt (vorausgesetzt die putzigen 2 meterriegel am eingang mit den schelmischen security badges auf der brust lassen einen überhaupt rein). denn das erste mit dem man konfrontiert wird ist der brausende lärm den die ca 4000 kumpani, die sich schon im gebäude befinden, erzeugen.
ähnlich muss man sich fühlen, wenn man den kopf geradewegs in ein sehr grosses hornissennest steckt, wobei die hornissen wenigstens net betrunken sind!! also ab dem betreten ist entweder mund zu ohr unterhaltung (laut) oder brüllen angesagt.
hat man nun einen der tempel des bierheiligen st gambrinus betreten, kommt der jagdinstinkt hoch, wo ist ein platz zum sitzen. die ganz, ganz , ganz nobelen haben eine box (=loge) gemietet ein wenig ab vom haupttrubel, dieses war aber nicht in unserem finanziellen horizont (und eine vorreservierung 1-2 JAHRE wäre angeraten).
also schleicht man zwischen den biertischen für das normale volk rum und schaut, ob wer aufsteht um zu gehen oder ob wo "echte" freie plätze sind. beim ersten "freiraum" waren schon die bösen platzfreihalter am werk, die ja noch auf die sicher kommende hundertschaft an freunden, verwandten, patenkindern und sonstige schutzbefohlenen warten. jaja....
doch, wunder geschehe, eine deutschschwäche (des sich später als kalifornier herausstellenden) typen am nächsten tisch (ich glaube er sagte was von im waiting for glglglgl and we brbbl) ausnutzend, ergatterten wir 2 plätze.
moment, wenn jetzt einer denkt tisch 8 sessel rum, dann wieder usw, usw, der irrt. hier steht man, der raumoptimierung eingedenk, bank an bank tisch an tisch, nur mit wegen zwischen den bank-tischreihen für die versorgungsoffiziere. wenn man also , wie ich, net grad supaschlank ist, hat man den nachbarn hinter sich, im wahrsten sinne des wortes im kreuz. man hofft nur, net grad einen knalldichten australier abzubekommen, der ebenso gebaut ist, wie man selbst, sondern die zierliche französin, um wenigstens noch luftholen zu können. das hat nichts mit chauvinismus zu tun , sondern mit purer lebenserhaltung,weiters da damen ja auch in der regel ihr bierglas etwas subtiler führen und daher die anschüttungsgefahr eine geringere sein sollte.
also sitzen tut man nun, wenn man glück hat auch nicht in lachen v bier sondern halbwegs trocken und wartet auf die bedienung.
diese ist entweder: ein vierschrötiger kerl mit kraft wie ein ochse, eine kräftigere dame im dirndl , normal ausgeschnitten oder ein sehr zartes wesen, dann aber mit mehr "blickfeld". (wie sagt hase so schön: männer können halt besser schaun als denken, da merkt mans wieder)
und da werden auch schon die ersten maßkrüge auf dem tisch aufgedonnert, selbstverständlich gleich gegen barkasse.
(nur zur erklärung ein maßkrug würde 1 ltd bier fassen, man beachte würde, denn die durchschnittliche füllung und der eichstrich treffen einander äusserst selten)
gut man sitzt also, hat was zum schlabbern und nun wird die umgebung sondiert:
was sitzt denn unbekannterweise neben, hinter, vor einem..
dies erfolgt bei den jugendlichen um einen potentiellen kurzzeitlebensabschnittsgefährten zu erspähen, die in der hinsicht gefestigten älteren, um die möglichkeit von unfreiwilligen bierbädern und keilereien zu vermeiden, bzw frühzeitig zu erkennen.
der nächste blick fällt mal in die gesamtheit des raumes und spätestens nun ist die mär vom zelt dahin, diese biergebäude würden das kräftigste tokioter erdbeben unbeschadet überstehen.
auf einer erhöhung trohnt die band, die mit lärmbelästigung droht.
dann gehts los karli und die gramatneusiedler gesangsspatzen legt, selbstverständlich elektronisch kräftigst unterstützt los.
und was gibt man: natürlich die gassenhauer der letzten 25 jahre, da mischt sich drafi deutschers zerbrochener marmor mit hey dj ötzis anton, da wird schi gefoahn und deep gepurpled. nenas paar luftballöner ausgelassen und auch nach fürstenfeld wollten a paar wieder ham.
ob die dieses wunderbare liedgut auch sauber rüberbrachten war eigentlich nimmer zu hören, da ja 1000e gut geölter kehlen alles mitgröhlten und denen eigentlich wurscht war ob da die wiener symphoniker under herbert v karajan oder a seemann mit einer mundharmonika was zum besten geben, hauptsache man kann es , für sich als bekannt erkennen und mitschreien. dies schon längst (natürlich mitm bier in der kralle) auf bänken und tischen stehend.
immer unterbrochen vom wunderschönen : ein prosit , ein prosit ,der ... wo , wie auf befehl, kräftig mit den krügen angestossen und ein tiefer schluck genommen werden musste.
so nun zu dem, weshalb hunderttausende jugendliche zur wiesen strömen: die mädels. selten habe ich so viele interpretationen gesehen, was man sich so unter dirndl vorstellt, nur mit der tracht im eigentlichen stil hatte das nichts zu tun. wichtig war: auffallen, auffallen , auffallen, seis mit tiefstem ausschnitt, kürzestem röckchen , freiesten schultern oder allem zusammen. die damen die nicht in ländlicher kleidung auftraten, waren (wie von einem imaginären stylingberater geordert) aufs ähnlichste gefordert, also entweder sooo cool wie möglich oder so lässig.
mein kollege und ich waren zu dem zeitpunkt eig nur mehr am lachen, denn was sich manche als toll vorgestellt hatten, war eig nur mehr peinlich.
die herren wiederum sind entweder in der krachledernen unterwegs, oder so billig wie möglich angezogen, um die späteren reinigungskosten gering zu halten.
so sitz man nun eingepfercht und trinkt, weils eh schon egal ist, nochn maß . die eig komplett unbekannten tischmitbenützer haben sich mittlerweile vorgestellt und prosten sich heftigst zu. (amis, kanadier, italiener, deutsche, australier usw usw buntest gemischt)
man lacht , brüllt sich an und ...
dann, nach einer gewissen zeit, wird man in die kleinen zwischenmenschlichen beziehungsprobleme anderer miteinbezogen.
da sitzen 2 paare, man würde davon ausgehen 2 partnerschaften, da wird man auch schon (so was von unfreiwillig) vom männlichen part des einen 2gestirns informiert, dass die vom anderen paar noch nicht wirklich was miteinander hatten, son bissi gefummelt und geknutscht, aber verkehr gabs noch nicht, aber er würd schon wollen, nur sie ist halt etwas zickig. (häääääääää ??? äh mein gott, dass ist mir ja soo egal, aber was solls, man hört halt net hin, was aber nicht so simpel ist, da man es ja , ob des hohen geräuschpegels, mitten ins ohr gebrüllt bekommt)
um die informationsflut net abreissen zu lassen, wird man nun von der als zickig dargestellten dame informiert, dass sich im sexuellen bereich in der anderen liäson nicht wirklich was abspielt, net mal küssen darf der die, die hat das gehört und schreit quer über den tisch eine bestätigung der eben gemachten aussage. (ps : das traurige gesicht des nichtküsserkönigs war a show, net weil man nun auch von dem lapsus weiss, sondern, weil sein zeitplan der dameneroberung, den man wenige minuten vorher zugebrüllt bekommen hat nun etwas ins schwanken zu geraten scheint)
ich bin mitterweile im stillen flehen, dass nicht in der gynäko- und urologischen tiefe fortgeschritten wird, dass wär nun wirklich etwas viel. aber diese befürchtungen werden durch plötzliche aufruhr unterbrochen, da die eine dame , ihren ihr gänzlich unbekannten "rücken-an-rücken nachbarn" abrubbelt und sich mittlerweile im schönsten gefummel befindet und der angerubbelte, die gelegenheit, seine pfötchen wo hinzutun weidlich ausnützt.dies ist wiederum dem (fast)partner zuviel und der springt auf und ist plötzlich weg. was seine begleiterin in keinster weise hindert diese überaus subtile erste kontaktaufnahme (mitterweile ist seine hand unter ihrem tshirt verschwunden, wahrscheinlich sucht er da was) zu einem möglichen neuen zukünftigen expartner fortzuführen.
30 min ist der ursprüngliche begleiter wieder da , der andere weg, letzterer um bei der nächsten dame eigenwillig puls zu fühlen und knallt ein halbvolles maß auf den tisch, dass das bier ca 1 m in die höhe schiesst und sich über der lüsternen ergiesst (komisch rauf sausts gerade, runter immer etwas veschobener, was ist da nun mit der schwerkraft).
so gebadet zischt sie ab und er brüllend hinterher, darauf auch das 2te paar, nicht ohne vorher nochmal verbrüderung zu heucheln, wie schön es doch gewesen wäre sich getroffen zu haben . (bitte lass mich die vögel nie,nie wieder treffen)
der abstecher zum sanitärbereich ist auch ein gewisser tiefschlag, eine feldlatrine im 2WK ist sauberer und vertrauenserweckender, mit weniger gefahr vom nachbarn ähem, horizontal geduscht zu werden. zurück am tisch rennt einer der securityleute rum zeigt auf eine imaginäre uhr und schreit halba zwölfe sperrstund. auch hier ist die obrigkeitstreue der deutschen zu sehen, denn nach wenigen sekunden (kein scherz) waren die ca 4000 in dem biersaal weg von den tischen und draussen aus der guten stube !! wow
to be continued
lesen sie morgen den dritten teil, raus aus dem trubel und ich will hier weg (untertitel: peziso allein nach haus)
also nun wars soweit, ich habe mich höchstpersöhnlich auf das fest der feste begeben. mit einem kollegen im schlepptau und dem vorsatz, na ein bierli schwapp mer und dann heim ins hotel.
gut, die anreise gestaltete sich schon witzig, da es ja nicht nur uns, sondern ein bis zwei andere auch in dieselbe richtung zog.
daher war das U-Bahn ölsardinen feeling ein feines, konnte man wenigstens, trotz der henkerischen fahrweise der U-Bahnfahrer (diese werden nur noch von den busfahrern übertroffen, die scheinbar alle glauben für die neuersten stuntshows trainieren zu müssen) nicht umfallen. na gut atmen auch net aber was solls !
(später musste ich dann feststellen, dass die ganze aktion eine eingewöhnungsphase auf die enge an den wiesentischen war!! gut mitgedacht oh ihr mingener!!)
je näher man sich an die wiesen annäherte, desto grösser wurde das polizeiaufgebot in der station, die haltestelle theresienwiese war folglich, rein von der präsenz der exekutive wohl der sicherste platz europas. (auch habe ich selten unfreundlicher blickende eine gesehen, soll wohl zusätzlich abschrecken)
praktisch, dass, wenn man aus der station quillt, eigentlich mitten am festgelände steht und einem schon die ersten kandierten früchte, fischsemmeln und scherzhütchen unter die nase gehalten werden. die man aber, als wiesnbesucher von welt, mal samt und sonders abschmettert, da man ja nur eines will: biiiiiier
und da waren sie wieder , meine 3 probleme: 1.) find mal einen platz für 1 2.) verd wir sind ja zu zweit 3.) die machen bald die tore der bierzelte zu !!
also steuert man geradewegs eines dieser "bierzelte" an. wobei ja der begriff des zeltes erinnerungen an campingplätze, ameisen im schlafsack, gemeinschaftsduschen, harringe einschlagen, vertäuen und dauerregen in mir wachruft. diese erinnerungen schwinden jäh, wenn man ein wiesnzelt betritt (vorausgesetzt die putzigen 2 meterriegel am eingang mit den schelmischen security badges auf der brust lassen einen überhaupt rein). denn das erste mit dem man konfrontiert wird ist der brausende lärm den die ca 4000 kumpani, die sich schon im gebäude befinden, erzeugen.
ähnlich muss man sich fühlen, wenn man den kopf geradewegs in ein sehr grosses hornissennest steckt, wobei die hornissen wenigstens net betrunken sind!! also ab dem betreten ist entweder mund zu ohr unterhaltung (laut) oder brüllen angesagt.
hat man nun einen der tempel des bierheiligen st gambrinus betreten, kommt der jagdinstinkt hoch, wo ist ein platz zum sitzen. die ganz, ganz , ganz nobelen haben eine box (=loge) gemietet ein wenig ab vom haupttrubel, dieses war aber nicht in unserem finanziellen horizont (und eine vorreservierung 1-2 JAHRE wäre angeraten).
also schleicht man zwischen den biertischen für das normale volk rum und schaut, ob wer aufsteht um zu gehen oder ob wo "echte" freie plätze sind. beim ersten "freiraum" waren schon die bösen platzfreihalter am werk, die ja noch auf die sicher kommende hundertschaft an freunden, verwandten, patenkindern und sonstige schutzbefohlenen warten. jaja....
doch, wunder geschehe, eine deutschschwäche (des sich später als kalifornier herausstellenden) typen am nächsten tisch (ich glaube er sagte was von im waiting for glglglgl and we brbbl) ausnutzend, ergatterten wir 2 plätze.
moment, wenn jetzt einer denkt tisch 8 sessel rum, dann wieder usw, usw, der irrt. hier steht man, der raumoptimierung eingedenk, bank an bank tisch an tisch, nur mit wegen zwischen den bank-tischreihen für die versorgungsoffiziere. wenn man also , wie ich, net grad supaschlank ist, hat man den nachbarn hinter sich, im wahrsten sinne des wortes im kreuz. man hofft nur, net grad einen knalldichten australier abzubekommen, der ebenso gebaut ist, wie man selbst, sondern die zierliche französin, um wenigstens noch luftholen zu können. das hat nichts mit chauvinismus zu tun , sondern mit purer lebenserhaltung,weiters da damen ja auch in der regel ihr bierglas etwas subtiler führen und daher die anschüttungsgefahr eine geringere sein sollte.
also sitzen tut man nun, wenn man glück hat auch nicht in lachen v bier sondern halbwegs trocken und wartet auf die bedienung.
diese ist entweder: ein vierschrötiger kerl mit kraft wie ein ochse, eine kräftigere dame im dirndl , normal ausgeschnitten oder ein sehr zartes wesen, dann aber mit mehr "blickfeld". (wie sagt hase so schön: männer können halt besser schaun als denken, da merkt mans wieder)
und da werden auch schon die ersten maßkrüge auf dem tisch aufgedonnert, selbstverständlich gleich gegen barkasse.
(nur zur erklärung ein maßkrug würde 1 ltd bier fassen, man beachte würde, denn die durchschnittliche füllung und der eichstrich treffen einander äusserst selten)
gut man sitzt also, hat was zum schlabbern und nun wird die umgebung sondiert:
was sitzt denn unbekannterweise neben, hinter, vor einem..
dies erfolgt bei den jugendlichen um einen potentiellen kurzzeitlebensabschnittsgefährten zu erspähen, die in der hinsicht gefestigten älteren, um die möglichkeit von unfreiwilligen bierbädern und keilereien zu vermeiden, bzw frühzeitig zu erkennen.
der nächste blick fällt mal in die gesamtheit des raumes und spätestens nun ist die mär vom zelt dahin, diese biergebäude würden das kräftigste tokioter erdbeben unbeschadet überstehen.
auf einer erhöhung trohnt die band, die mit lärmbelästigung droht.
dann gehts los karli und die gramatneusiedler gesangsspatzen legt, selbstverständlich elektronisch kräftigst unterstützt los.
und was gibt man: natürlich die gassenhauer der letzten 25 jahre, da mischt sich drafi deutschers zerbrochener marmor mit hey dj ötzis anton, da wird schi gefoahn und deep gepurpled. nenas paar luftballöner ausgelassen und auch nach fürstenfeld wollten a paar wieder ham.
ob die dieses wunderbare liedgut auch sauber rüberbrachten war eigentlich nimmer zu hören, da ja 1000e gut geölter kehlen alles mitgröhlten und denen eigentlich wurscht war ob da die wiener symphoniker under herbert v karajan oder a seemann mit einer mundharmonika was zum besten geben, hauptsache man kann es , für sich als bekannt erkennen und mitschreien. dies schon längst (natürlich mitm bier in der kralle) auf bänken und tischen stehend.
immer unterbrochen vom wunderschönen : ein prosit , ein prosit ,der ... wo , wie auf befehl, kräftig mit den krügen angestossen und ein tiefer schluck genommen werden musste.
so nun zu dem, weshalb hunderttausende jugendliche zur wiesen strömen: die mädels. selten habe ich so viele interpretationen gesehen, was man sich so unter dirndl vorstellt, nur mit der tracht im eigentlichen stil hatte das nichts zu tun. wichtig war: auffallen, auffallen , auffallen, seis mit tiefstem ausschnitt, kürzestem röckchen , freiesten schultern oder allem zusammen. die damen die nicht in ländlicher kleidung auftraten, waren (wie von einem imaginären stylingberater geordert) aufs ähnlichste gefordert, also entweder sooo cool wie möglich oder so lässig.
mein kollege und ich waren zu dem zeitpunkt eig nur mehr am lachen, denn was sich manche als toll vorgestellt hatten, war eig nur mehr peinlich.
die herren wiederum sind entweder in der krachledernen unterwegs, oder so billig wie möglich angezogen, um die späteren reinigungskosten gering zu halten.
so sitz man nun eingepfercht und trinkt, weils eh schon egal ist, nochn maß . die eig komplett unbekannten tischmitbenützer haben sich mittlerweile vorgestellt und prosten sich heftigst zu. (amis, kanadier, italiener, deutsche, australier usw usw buntest gemischt)
man lacht , brüllt sich an und ...
dann, nach einer gewissen zeit, wird man in die kleinen zwischenmenschlichen beziehungsprobleme anderer miteinbezogen.
da sitzen 2 paare, man würde davon ausgehen 2 partnerschaften, da wird man auch schon (so was von unfreiwillig) vom männlichen part des einen 2gestirns informiert, dass die vom anderen paar noch nicht wirklich was miteinander hatten, son bissi gefummelt und geknutscht, aber verkehr gabs noch nicht, aber er würd schon wollen, nur sie ist halt etwas zickig. (häääääääää ??? äh mein gott, dass ist mir ja soo egal, aber was solls, man hört halt net hin, was aber nicht so simpel ist, da man es ja , ob des hohen geräuschpegels, mitten ins ohr gebrüllt bekommt)
um die informationsflut net abreissen zu lassen, wird man nun von der als zickig dargestellten dame informiert, dass sich im sexuellen bereich in der anderen liäson nicht wirklich was abspielt, net mal küssen darf der die, die hat das gehört und schreit quer über den tisch eine bestätigung der eben gemachten aussage. (ps : das traurige gesicht des nichtküsserkönigs war a show, net weil man nun auch von dem lapsus weiss, sondern, weil sein zeitplan der dameneroberung, den man wenige minuten vorher zugebrüllt bekommen hat nun etwas ins schwanken zu geraten scheint)
ich bin mitterweile im stillen flehen, dass nicht in der gynäko- und urologischen tiefe fortgeschritten wird, dass wär nun wirklich etwas viel. aber diese befürchtungen werden durch plötzliche aufruhr unterbrochen, da die eine dame , ihren ihr gänzlich unbekannten "rücken-an-rücken nachbarn" abrubbelt und sich mittlerweile im schönsten gefummel befindet und der angerubbelte, die gelegenheit, seine pfötchen wo hinzutun weidlich ausnützt.dies ist wiederum dem (fast)partner zuviel und der springt auf und ist plötzlich weg. was seine begleiterin in keinster weise hindert diese überaus subtile erste kontaktaufnahme (mitterweile ist seine hand unter ihrem tshirt verschwunden, wahrscheinlich sucht er da was) zu einem möglichen neuen zukünftigen expartner fortzuführen.
30 min ist der ursprüngliche begleiter wieder da , der andere weg, letzterer um bei der nächsten dame eigenwillig puls zu fühlen und knallt ein halbvolles maß auf den tisch, dass das bier ca 1 m in die höhe schiesst und sich über der lüsternen ergiesst (komisch rauf sausts gerade, runter immer etwas veschobener, was ist da nun mit der schwerkraft).
so gebadet zischt sie ab und er brüllend hinterher, darauf auch das 2te paar, nicht ohne vorher nochmal verbrüderung zu heucheln, wie schön es doch gewesen wäre sich getroffen zu haben . (bitte lass mich die vögel nie,nie wieder treffen)
der abstecher zum sanitärbereich ist auch ein gewisser tiefschlag, eine feldlatrine im 2WK ist sauberer und vertrauenserweckender, mit weniger gefahr vom nachbarn ähem, horizontal geduscht zu werden. zurück am tisch rennt einer der securityleute rum zeigt auf eine imaginäre uhr und schreit halba zwölfe sperrstund. auch hier ist die obrigkeitstreue der deutschen zu sehen, denn nach wenigen sekunden (kein scherz) waren die ca 4000 in dem biersaal weg von den tischen und draussen aus der guten stube !! wow
to be continued
lesen sie morgen den dritten teil, raus aus dem trubel und ich will hier weg (untertitel: peziso allein nach haus)
peziso - am Donnerstag, 22. September 2005, 13:49
da ich (gezwungenermaßen) in münchen zur zeit des oktoberfests weilen muss, dachte ich mir, mal eine "serie" zu dem thema zu veröffentlichen also fangen wir an mit kapitel 1:
Die Ausläufer rundum:
wie ich im hotel eincheckte (bin ja nur erst ein 3/4 jahr dort) , war allen angestellten eine extreme hektik eigen. sogar die dame an der rezeption , die mich nun schon wirklich kennt, war wie in einem anderen universum.
der nächste schock folgte bei der lapidaren aussage, dass die roomrates zur zeit ca 4 mal so hoch sind, wie üblich, mei warum bloss ?? na was solls, da auch die brücken samt und sonders belegt sind und das fliessend wasser kalt, hab ich halt das suuuper angebot angenommen.
beim weg zum zimmer sind mir schon die dezenten, feuchten stellen (meist ziemlich kreisrund) mit reichlich bodenpfleger darauf aufgefallen. auch der etwas säuerliche geruch im ganzen haus (eig ein 4 sterne hotel) war net so schön.
aber die erste volle welle des "fests der feste" traf mich des abends an der hotelbar: schon beim annähern an dieselbe war lautes , vielstimmiges, gegröhle zu vernehmen. sassen, standen, hangen, doch ca 40-50 personen im raum rum, dem tode näher als dem leben, aber mit bierglas in der hand !! (oder im schoss)
einige herbe damen im phantasiedirndl, allesamt rausgeputzt wie die pfingstochsen, stieren(auch kräftig illuminiert) brünftig durch den saal, um waidbares mannsbild zu erspähen und zu erlegen.
an der bar lehnt ein stockbesoffener amerikaner (hach die weltpolizei) mit einem grauen, übergroßen, filzhut (mit plastikgamsbart) und kippt halbe um halbe, nenas 99 luftballons mit südstaaten akzent lallend. da er, scheinbar, auch etwas betuchter ist, hat er schon 2 dirndldamen zur seite , ok, die eine ist etwas ältlicher und hat mehr make up aufgetragen als stuck in der sixtinischen kapelle, die andere allerdings ist der volltreffer aus den tiefen der wiesn. ca 30-35 lenze alt, wenn man das gesicht unter der schminke erkennen könnte, wahrscheinlich gar net so unhübsch und mit dem dirndl schlechthin bekleidet. ok, mit dem stückchen stoff basteln andere mit müh und not mal einen bikini, aber bitte. auschnitt bis zum bauchnabel, das "röckchen" in einer länge von grad mal 10 cm, puffärmelchen und neckischer netzstrumpfhose hängt sie neben dem "auserwählten für diese nacht" (ps der kriegt sich ja net mal mehr selber hoch).und schwappt pils um pils (die damen nehmen in bayern gerne pils, ich glaub die halten das für damenhafter als mass und halbe). dahinter wechseln sich die (nona besoffenen) typen ab, denen mal sooo zufällig grad das feuerzeug, zigaretten und dgl zu boden fällt und sie dies verlorene gut (ohne darauf zu schauen, der blick ist starr richtung schritt der dame gerichtet) sehr,sehr langsam wieder aufheben. mehrmalige wiederholungen sind möglich, werden aber gerne mit daneben aufpflanzen und was bestellen (auch hier ist der blickkontakt zum kellner nicht gegeben, sind die "glocken" der dame doch viel interessanter) gemischt.
ganz verwegene kommen mit den flockigsten anmachsprüchen daher (so ala ich tarzan du jane wir bett .. und dgl), werden aber nicht gleich schroff abgewiesen, sondern grell bekichert , mit hinweis auf den "begleiter", aber nicht 100%ig uninteressiert abgewiesen. (man sollte ja ein alternativprogramm am laufen haben, falls das "main target" gänzlich ausfällt!).
und so kommen sie , immer neue angriffswellen von mehr oder weniger betrunkenen wiesnbesuchern, die , da ja das volksfest punkt 24:00 die pforten schliesst, noch immer nachhol bzw -sauf bedarf haben. und der putztrupp freut sich auf einen weiteren einsatz an der "pizzafront".
das hotelpersonal hat mittlerweile auf "pfeifdrauf" geschaltet, weils ja eh niemandem mehr auffällt, was die so aufführen, hauptsache das bier im glas schaut noch halbwegs gelb aus !!
nebenbei sei noch erwähnt, dass die polizei nicht nur am festgelände in hundertschaften auftaucht, sondern an allen ecken ständig kontrollen durchgeführt werden und man, fast dauernd ein blaulicht hinter sich sieht und mal so kontrolliert wird, auch wenn man nix getan hat, ausser ein "ausländisches" kennzeichen zu haben.
to be continued ...
Die Ausläufer rundum:
wie ich im hotel eincheckte (bin ja nur erst ein 3/4 jahr dort) , war allen angestellten eine extreme hektik eigen. sogar die dame an der rezeption , die mich nun schon wirklich kennt, war wie in einem anderen universum.
der nächste schock folgte bei der lapidaren aussage, dass die roomrates zur zeit ca 4 mal so hoch sind, wie üblich, mei warum bloss ?? na was solls, da auch die brücken samt und sonders belegt sind und das fliessend wasser kalt, hab ich halt das suuuper angebot angenommen.
beim weg zum zimmer sind mir schon die dezenten, feuchten stellen (meist ziemlich kreisrund) mit reichlich bodenpfleger darauf aufgefallen. auch der etwas säuerliche geruch im ganzen haus (eig ein 4 sterne hotel) war net so schön.
aber die erste volle welle des "fests der feste" traf mich des abends an der hotelbar: schon beim annähern an dieselbe war lautes , vielstimmiges, gegröhle zu vernehmen. sassen, standen, hangen, doch ca 40-50 personen im raum rum, dem tode näher als dem leben, aber mit bierglas in der hand !! (oder im schoss)
einige herbe damen im phantasiedirndl, allesamt rausgeputzt wie die pfingstochsen, stieren(auch kräftig illuminiert) brünftig durch den saal, um waidbares mannsbild zu erspähen und zu erlegen.
an der bar lehnt ein stockbesoffener amerikaner (hach die weltpolizei) mit einem grauen, übergroßen, filzhut (mit plastikgamsbart) und kippt halbe um halbe, nenas 99 luftballons mit südstaaten akzent lallend. da er, scheinbar, auch etwas betuchter ist, hat er schon 2 dirndldamen zur seite , ok, die eine ist etwas ältlicher und hat mehr make up aufgetragen als stuck in der sixtinischen kapelle, die andere allerdings ist der volltreffer aus den tiefen der wiesn. ca 30-35 lenze alt, wenn man das gesicht unter der schminke erkennen könnte, wahrscheinlich gar net so unhübsch und mit dem dirndl schlechthin bekleidet. ok, mit dem stückchen stoff basteln andere mit müh und not mal einen bikini, aber bitte. auschnitt bis zum bauchnabel, das "röckchen" in einer länge von grad mal 10 cm, puffärmelchen und neckischer netzstrumpfhose hängt sie neben dem "auserwählten für diese nacht" (ps der kriegt sich ja net mal mehr selber hoch).und schwappt pils um pils (die damen nehmen in bayern gerne pils, ich glaub die halten das für damenhafter als mass und halbe). dahinter wechseln sich die (nona besoffenen) typen ab, denen mal sooo zufällig grad das feuerzeug, zigaretten und dgl zu boden fällt und sie dies verlorene gut (ohne darauf zu schauen, der blick ist starr richtung schritt der dame gerichtet) sehr,sehr langsam wieder aufheben. mehrmalige wiederholungen sind möglich, werden aber gerne mit daneben aufpflanzen und was bestellen (auch hier ist der blickkontakt zum kellner nicht gegeben, sind die "glocken" der dame doch viel interessanter) gemischt.
ganz verwegene kommen mit den flockigsten anmachsprüchen daher (so ala ich tarzan du jane wir bett .. und dgl), werden aber nicht gleich schroff abgewiesen, sondern grell bekichert , mit hinweis auf den "begleiter", aber nicht 100%ig uninteressiert abgewiesen. (man sollte ja ein alternativprogramm am laufen haben, falls das "main target" gänzlich ausfällt!).
und so kommen sie , immer neue angriffswellen von mehr oder weniger betrunkenen wiesnbesuchern, die , da ja das volksfest punkt 24:00 die pforten schliesst, noch immer nachhol bzw -sauf bedarf haben. und der putztrupp freut sich auf einen weiteren einsatz an der "pizzafront".
das hotelpersonal hat mittlerweile auf "pfeifdrauf" geschaltet, weils ja eh niemandem mehr auffällt, was die so aufführen, hauptsache das bier im glas schaut noch halbwegs gelb aus !!
nebenbei sei noch erwähnt, dass die polizei nicht nur am festgelände in hundertschaften auftaucht, sondern an allen ecken ständig kontrollen durchgeführt werden und man, fast dauernd ein blaulicht hinter sich sieht und mal so kontrolliert wird, auch wenn man nix getan hat, ausser ein "ausländisches" kennzeichen zu haben.
to be continued ...
peziso - am Dienstag, 20. September 2005, 10:46
ich bin ein sehr friedliebender mensch!
ich bin ein sehr friedlicher mensch!
ich würde nie jemamdem was zuleide tun!
ich schiene sogar der verunfallten gelse (=mücke) das gebrochene bein!
liebevoll wird der hungernde blutegel ans bein gesetzt!
aber es gibt so tage, eben diese tage, wo man im büro sitzt, dezent verzweifelnd, wo man nach einer dienstpumpgun schreit, um sich im schönsten amoklauf zu vergehen.
die sogenannten "kollegen" reihenweise aus dem genpool zu befördern, wie in einem 3D shooter.
und den raum in beruhigendem rot erstrahlen lassen möchte.
nein, ich bin nicht in einem splatter movie hängengeblieben, sondern einfach über die dummheit (aber gepaart mit blasiertheit) mancher leute entsetzt. noch dazu wo sich diese spezialisten schimpfen. sicher die zeit der allroundtalente ist (leider) fast gänzlich vorbei, der typ *ich bin zwar sonst net lebensfähig, aber kann die eine (meist technische) sache unwahrscheinlich gut* hat sich durchgesetzt. aber wenn es dann mal ans kombinieren geht, an die zusammensetzung mehrerer umstände zu einem Gesamtbild, versagen die meistens völlig.
weiters sind diese typen, die dann später das sagen haben, so engstirnig, die schauen mit beiden augen durch den gartenschlauch!
haben ein allgemeinbildung eines einzellers und nerven zum quadrat !
ja wer will da nicht was grosskalibriges ausfassen, durchladen und drauflosballern ??
ich bin ein sehr friedlicher mensch!
ich würde nie jemamdem was zuleide tun!
ich schiene sogar der verunfallten gelse (=mücke) das gebrochene bein!
liebevoll wird der hungernde blutegel ans bein gesetzt!
aber es gibt so tage, eben diese tage, wo man im büro sitzt, dezent verzweifelnd, wo man nach einer dienstpumpgun schreit, um sich im schönsten amoklauf zu vergehen.
die sogenannten "kollegen" reihenweise aus dem genpool zu befördern, wie in einem 3D shooter.
und den raum in beruhigendem rot erstrahlen lassen möchte.
nein, ich bin nicht in einem splatter movie hängengeblieben, sondern einfach über die dummheit (aber gepaart mit blasiertheit) mancher leute entsetzt. noch dazu wo sich diese spezialisten schimpfen. sicher die zeit der allroundtalente ist (leider) fast gänzlich vorbei, der typ *ich bin zwar sonst net lebensfähig, aber kann die eine (meist technische) sache unwahrscheinlich gut* hat sich durchgesetzt. aber wenn es dann mal ans kombinieren geht, an die zusammensetzung mehrerer umstände zu einem Gesamtbild, versagen die meistens völlig.
weiters sind diese typen, die dann später das sagen haben, so engstirnig, die schauen mit beiden augen durch den gartenschlauch!
haben ein allgemeinbildung eines einzellers und nerven zum quadrat !
ja wer will da nicht was grosskalibriges ausfassen, durchladen und drauflosballern ??
peziso - am Mittwoch, 14. September 2005, 11:28
wie verschieden doch sitten und gebräuche verschiedener völker sind.
toll werden jetzt viele sagen, sind wir ja noch niiiiiiieeee draufgekommen.
ja klar, sicher bei essgewohnheiten, wohngelegenheiten, etc gibts haushohe unterschiede , aber es sind die alltäglichen gesten mimiken die einen da oft verwirren.
zur erklärung: ich arbeite z Zeit bei einem münchner kunden, der ua auch eine schiene offshoring nach indien aufrechterhält.
nun die begebenheit:
wir, ein indischer kollege und ich, sitzen zusammen und besprechen einen standardprozess. da mein hindi nicht vorhanden und auch deutsch beim kollegen nicht abrufbar ist, haben wir uns auf englisch geeinigt.
wir gehen also so die schritte durch und bei jedem teil schüttelt der kollege energisch mit dem kopf .
ich sitz nun schon komplett verwirrt da und denke, na mahlzeit, die werden mir als spezialisten verkauft und steigen schon beim simpelsten prozess aus. na toll, dass kann ja noch heiter werden. und weiter ich schalte also auf papa und störrischer sohn um und erkläre lang und breit jeden teil, quatsche auf den armen kerl ein, wie auf eine kranke kuh. und immer wieder das kopfgeschüttele.
nach ca 2 stunden (geplant war 15 min) hatte ich alles gesagt, was ich glaubte sagen zu müssen und bereitete mich schon innerlich auf weitere 2 std vor.
da nimmt doch dieser indische kollege seinen block zur hand und labert mir den ganzen vorgang in knappen und klaren schritten runter.
in der bürotür stand schon längere zeit ein anderer, mir sehr werter, deutscher kollege und lacht und lacht.
auf einmal sagt der, ach du warst ja nicht bei der ersten besprecheung wegen des "einzugs der inder" da!
nach weiteren lachkrämpfen, diesmal ob meiner fragenden miene, des rätsels lösung: in indien heisst kopfschütteln ja und nicken nein !
leise schlich ich mich nach draussen , um ein passendes loch zwecks bodenversinkens zu finden.
und wieder was gelernt, im weltumspannenden umgang mit menschen, ist auf nichts verlass !! (aber das machts ja auch sooo spannend und schön!)
toll werden jetzt viele sagen, sind wir ja noch niiiiiiieeee draufgekommen.
ja klar, sicher bei essgewohnheiten, wohngelegenheiten, etc gibts haushohe unterschiede , aber es sind die alltäglichen gesten mimiken die einen da oft verwirren.
zur erklärung: ich arbeite z Zeit bei einem münchner kunden, der ua auch eine schiene offshoring nach indien aufrechterhält.
nun die begebenheit:
wir, ein indischer kollege und ich, sitzen zusammen und besprechen einen standardprozess. da mein hindi nicht vorhanden und auch deutsch beim kollegen nicht abrufbar ist, haben wir uns auf englisch geeinigt.
wir gehen also so die schritte durch und bei jedem teil schüttelt der kollege energisch mit dem kopf .
ich sitz nun schon komplett verwirrt da und denke, na mahlzeit, die werden mir als spezialisten verkauft und steigen schon beim simpelsten prozess aus. na toll, dass kann ja noch heiter werden. und weiter ich schalte also auf papa und störrischer sohn um und erkläre lang und breit jeden teil, quatsche auf den armen kerl ein, wie auf eine kranke kuh. und immer wieder das kopfgeschüttele.
nach ca 2 stunden (geplant war 15 min) hatte ich alles gesagt, was ich glaubte sagen zu müssen und bereitete mich schon innerlich auf weitere 2 std vor.
da nimmt doch dieser indische kollege seinen block zur hand und labert mir den ganzen vorgang in knappen und klaren schritten runter.
in der bürotür stand schon längere zeit ein anderer, mir sehr werter, deutscher kollege und lacht und lacht.
auf einmal sagt der, ach du warst ja nicht bei der ersten besprecheung wegen des "einzugs der inder" da!
nach weiteren lachkrämpfen, diesmal ob meiner fragenden miene, des rätsels lösung: in indien heisst kopfschütteln ja und nicken nein !
leise schlich ich mich nach draussen , um ein passendes loch zwecks bodenversinkens zu finden.
und wieder was gelernt, im weltumspannenden umgang mit menschen, ist auf nichts verlass !! (aber das machts ja auch sooo spannend und schön!)
peziso - am Donnerstag, 18. August 2005, 11:35